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Hier finden Sie Impulse, die von Ehrenamtlichen zur Verfügung gestellt werden und die für eine Woche in der österlichen Buss-Zeit Ihnen einen Gedankenanstoß schenken ....
Der Pfarrgemeinderatsvorsitzender von Bad Bockelt Herr Berndtheo Hansen lädt ein, über ein Lied von Leonhard Cohen nachzudenken ....

ANTHEM, Leonhard Cohen

Die Vögel sangen
Im Morgengrauen
Fang nochmal an
Hörte ich sie krächzen
Verweile nicht bei dem
Was vergangen ist
Oder noch kommen wird

Ja, die Kriege werden
Weiter gehen
Die heilige Friedenstaube
Sie wird wieder eingefangen
Gekauft und verkauft
Und wieder gekauft werden
Sie wird nie frei sein.

Läute die Glocken, die noch klingen
Vergiss deine wohlfeilen Gaben
Da ist ein Riss, ein Riss in allem
Das ist der Spalt, durch den das Licht einfällt

Wir fragen nach Zeichen
Die Zeichen wurden geschickt
Die Geburt verraten
Die Ehe erloschen
Ja, es ist ein Witwenstand
In jeder Form der Regierung
Zeichen, die wir alle sehen können

Ich kann nicht mehr fortlaufen
Inmitten der gesetzlosen Masse
Während die Mörder in den oberen Etagen
Ihre Gebete lauthals plärren
Aber sie haben etwas heraufbeschworen
Einen Gewittersturm
Und sie werden noch von mir hören

Läute die Glocken, die noch klingen
Vergiss deine wohlfeilen Gaben
Da ist ein Riss, ein Riss in allem
Das ist der Spalt, durch den das Licht einfällt

Du kannst eins und eins zusammenzählen
Aber die Summe wirst du nie ziehen können
Du kannst zum Marsch aufrufen
Dazu bedarf es keiner Trommel
Jedes Herz, jedes Herz
Jedes liebende Herz wird herbeieilen
Wenn auch wie ein Flüchtling


Läute die Glocken, die noch klingen
Vergiss deine wohlfeilen Gaben
Da ist ein Riss, ein Riss in allem
Das ist der Spalt, durch den das Licht einfällt
Das ist der Spalt, durch den das Licht einfällt

Der Bischof von Hildesheim, Heiner Wilmer, schreibt zu diesem Lied des jüdischen Songwriters Leonhard Cohen dass, wenn wir noch Christen sein wollen...
“ wir einen Blick für die verwundeten Herzen von heute, für die Risse in der Existenz der anderen, für die Brüche in unserem eigenen Leben, brauchen.
Durch diesen Riss, diesen Schmerz und diese Wut hindurch nur führt unser Weg zu Gott. Raus aus unseren selbst gebauten Gefängnissen. Seien wir ehrlich…

nicht nur in der österlichen Bußzeit.

 

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