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Herzlich willkommen in der

Pfarreiengemeinschaft Heiliges Kreuz Bad Bocklet

mit den Pfarreien Bad Bocklet,  Aschach mit Filiale Großenbrach und Steinach - dazu gehören kirchlich Hohn, Roth und Nickersfelden und die Pfarrei Windheim.

 Erntealtarwir feiern Erntedank ….

bevor wir feiern, dürfen wir uns einmal fragen:

? Passt dieses Fest noch in unsere Zeit:
? Halten wir mit diesem Fest an einem religiösen Feiern fest, das eigentlich nicht mehr so passt
? Für wen feiern wir eigentlich dieses Fest

Vielleicht sind sie verwundert über diese Fragen, aber für mich stehen sie schon im Raum. Landwirtschaftliche Erzeugnisse als Altarschmuck, sicherlich sehr schön anzuschauen auch wenn wir uns eingestehen, das Bild ist nur noch für einen kleinen Anteil von uns Abbild der Lebenswirklichkeit. 
Aber wenn wir danken und denken zusammenbringen auch ein guter Denk-Anstoß, denn hier können wir sehen, wir haben die Ernte nicht allein in unserer Hand. Bei aller Vorstellung, die immer mehr auch um sich greift, dass wir die Welt uns machen können, am Erntedankaltar wird uns deutlich, das stimmt so nicht. Um es mit den Gebeten bei der Gabenbereitung zu sagen: Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit - Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit → zwei Komponenten kommen zusammen sozusagen und hier dürfen wir sagen: Geschenk Gottes und das Tun des Menschen. Zu diesem Gedankenspiel dürfen uns auch die biblischen Gleichnisse einfallen, die Jesus im Blick auf die Natur erzählt wie das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat. Mk.4,26-29. 

Und ein zweiter Denkanstoß,  der auch in jeder Eucharistie uns bewusst werden kann. 
Erntedank - ist nicht nur auf den Landwirt und die Gemüsegärtnerin begrenzt und auch nicht nur jahreszeitlich auf Herbst, Erntedank sollte die Grundhaltung des Menschen sein: dankbar wahrnehmen, was gewachsen ist, was sich geschenkt und zugeeignet hat – aber auch annehmen, was erfolglos war, was sich nicht bewährt, sich nicht erfüllt hat. Eine solche Lebenseinstellung fällt nicht vom Himmel, sie muss gewissermaßen „aus der Erde“, im Laufe eines Lebens wachsen und heranreifen zu einem „eucharistischen“ Lebensstil. Das griechische Wort > eucharistein< meint ja ein „dankbarwohlmeinendes Gewärtigen der empfangenen Gaben“
Erntedank gewissermaßen als Anleitung zu einem eucharistischen Lebensstil – ausgerichtet auf Gott, der je neu seinen Geist schenkt mit seinen Gaben.

Und da bin ich auch bei meinem dritten Denkanstoß, wie er im Pfarrbrief - und hier im Bild zu entdecken ist: 
Wie wäre es mit einem solchen Erntedankaltar ….
Ich danke für all das, was mein Leben reich macht ….
Vielleicht eine gute Möglichkeit, einmal darüber nachzudenken, wofür ich dankbar bin ….

Was müsste ich zum Erntealtar bringen?
Welche Früchte hat meine Arbeit getragen?
Aus welchem Vorrat in meinem Herzen kann ich leben?

Stephan Hartmann, Dekan
Bild: Annemarie Göbel

 

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